Zehn Einbrüche innert drei Tagen: Täter stehlen Schmuck, Uhren, Bargeld und ein E-Bike

(St.Gallen SG). Zwischen Samstag und Montag (19.10.2026) sind der Kantonspolizei St.Gallen zehn Einbrüche und Einbruchsversuche gemeldet worden.

In fünf Fällen gelangten unbekannte Täterschaften in Gebäude oder Räumlichkeiten. Bei fünf weiteren Taten blieb es beim Versuch. Gestohlen wurden unter anderem Schmuck, Uhren, Bargeld, Werkzeugmaschinen und ein E-Bike. Die Kantonspolizei St.Gallen hat in allen Fällen die Ermittlungen aufgenommen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Zeitraum: Zwischen Samstag und Montag, 19. Oktober 2026
  • Delikte: Zehn Einbrüche und Einbruchsversuche
  • Vollendete Einbrüche: Fünf Fälle
  • Versuchte Einbrüche: Fünf Fälle
  • Betroffene Orte: Rorschacherberg, St.Gallen, Flawil, Sevelen und Goldach
  • Deliktsgut: Schmuck, Uhren, Bargeld, Werkzeugmaschinen, Fischerruten, Weinflaschen und ein E-Bike
  • Sachschaden: Mehrere Gebäude, Türen und Fenster beschädigt
  • Sichergestelltes Deliktsgut: Ein Teil der Beute in Rorschacherberg wiedergefunden
  • Ermittlungen: Kantonspolizei St.Gallen untersucht sämtliche Fälle
  • In Rorschacherberg wurde am Samstag ein Einbruch in mehrere Kellerabteile eines Mehrfamilienhauses an der Bachwiesstrasse festgestellt. Eine unbekannte Täterschaft gelangte über die Tiefgarage oder das Treppenhaus in den Kellerbereich und verschaffte sich gewaltsam Zutritt zu drei Kellerabteilen. Gestohlen wurden unter anderem Werkzeugmaschinen, Fischerruten und Weinflaschen. Aus der Tiefgarage wurde zudem ein E-Bike entwendet. Ein Teil des Deliktsguts konnte in der Nähe wieder aufgefunden und den Eigentümern zurückgegeben werden.
  • Auch in der Stadt St.Gallen wurden über das Wochenende mehrere Einbrüche verzeichnet. Eine unbekannte Täterschaft brach in ein Schulhaus im Unteren Brühl ein. Sie versuchte im Innern mehrere verschlossene Türen zu öffnen und riss ein Bild von einer Wand. Es entstand Sachschaden von rund 1’000 Franken, und Deliktsgut ist gemäss jetzigen Erkenntnissen nicht entwendet worden. Am Sonntagabend verschaffte sich eine unbekannte Täterschaft gewaltsam Zutritt zu einer Liegenschaft an der Speicherstrasse. Sie durchsuchte die Räumlichkeiten und stahl Schmuck, Uhren und Bargeld. Nebst dem Deliktsgut entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken. Zudem wurde am Montagmorgen ein Einbruch in einem Mehrfamilienhaus an der Burgstrasse gemeldet. Die unbekannte Täterschaft gelangte auf bislang unbekannte Weise in die Liegenschaft und anschliessend ins Untergeschoss. Aus dem Kellerabteil wurde einzig ein Behältnis gestohlen. Der Wert des Deliktsguts und der entstandene Sachschaden belaufen sich auf rund 200 Franken.
  • Am Sonntagabend wurde ein weiterer Einbruch an der Quellenstrasse in Flawil gemeldet. Eine unbekannte Täterschaft versuchte, die Terrassentür eines Einfamilienhauses aufzubrechen. Sie gelangte nicht ins Haus. An der Tür entstand Sachschaden von rund 2’500 Franken.
  • Zudem wurde über das Wochenende versucht, in einen Industriekomplex am Bahnweg Nord in Sevelen einzubrechen. Dabei wurde ein Rolltor eines Betriebs beschädigt. Die Täterschaft gelangte nicht ins Gebäude und entfernte sich ohne Deliktsgut. Es entstand Sachschaden von mehreren hundert Franken.
  • Vier weitere Einbrüche oder Einbruchsversuche wurden in Goldach verzeichnet. Am Sonntagmittag war der Polizei ein versuchter Einbruch in ein Mehrfamilienhaus an der Quellenstrasse gemeldet worden. Die unbekannte Täterschaft gelangte nicht ins Gebäude. An der Liegenschaft entstanden leichte Schäden. Am Sonntagabend wurde ein weiterer Einbruch am Mattenweg gemeldet. Eine unbekannte Täterschaft hatte sich gewaltsam Zutritt zu einem Einfamilienhaus verschafft. Ein Fenster wurde dabei beschädigt. Im Innern durchsuchte die Täterschaft die Räumlichkeiten und verliess die Liegenschaft anschliessend wieder. Was genau gestohlen wurde und wie hoch der entstandene Sachschaden ist, wird abgeklärt. In der Nacht auf Montag versuchte eine unbekannte Täterschaft am Bahnhofsplatz vergeblich, in einen Lagerraum einzubrechen. Dabei entstand Sachschaden von rund 1’000 Franken. An der Mühlegutstrasse versuchte eine unbekannte Täterschaft mutmasslich mit einem Stein, sich Zutritt zu einem Geschäft zu verschaffen. Dabei wurde eine Scheibe an einer Tür beschädigt. Gemäss jetzigen Erkenntnissen gelangte die Täterschaft nicht ins Gebäude. Es entstand Sachschaden von rund 2’000 Franken.

Die Kantonspolizei St.Gallen hat in allen Fällen die Ermittlungen aufgenommen.

Polizei.news informiert | Einbruchschutz und Prävention

Einbrecher nutzen Schwachstellen: So schützen Sie Haus, Wohnung und Keller

Die gemeldeten Einbrüche zeigen, wie unterschiedlich die Ziele von Einbrechern sein können. Neben Einfamilienhäusern und Wohnungen geraten auch Kellerabteile, Tiefgaragen, Schulhäuser und Geschäftsräume ins Visier.

Besonders gefährdet sind schlecht gesicherte Zugänge wie Terrassentüren, Kellerfenster, Nebeneingänge und Verbindungstüren zu Tiefgaragen. Auch ein Gebäude mit einer gut gesicherten Haupteingangstür kann Schwachstellen an weniger sichtbaren Stellen aufweisen.

Wirksamer Einbruchschutz besteht deshalb aus mehreren Massnahmen. Mechanische Sicherungen erschweren das Eindringen, während gute Beleuchtung, Aufmerksamkeit und klare Abläufe bei verdächtigen Beobachtungen zusätzlichen Schutz bieten.

6 praktische Tipps: So machen Sie es Einbrechern schwerer

1. Türen immer vollständig abschliessen

Schliessen Sie Haus- und Wohnungstüren auch bei kurzer Abwesenheit mit dem Schlüssel ab. Eine lediglich ins Schloss gezogene Tür bietet deutlich weniger Schutz als eine korrekt verriegelte Tür.

2. Fenster und Terrassentüren sichern

Lassen Sie beim Verlassen des Hauses keine Fenster gekippt. Besonders leicht erreichbare Fenster und Terrassentüren sollten über geeignete einbruchhemmende Beschläge und Verriegelungen verfügen.

3. Keller und Tiefgaragen nicht vergessen

Kontrollieren Sie regelmässig die Schliessvorrichtungen von Kellerabteilen und Garagenzugängen. Teure Werkzeuge, Velos und andere Wertgegenstände sollten zusätzlich gesichert werden. In gemeinschaftlichen Tiefgaragen ist darauf zu achten, dass unbefugte Personen nicht einfach ins Gebäude gelangen.

4. Wertgegenstände geschützt aufbewahren

Schmuck, Uhren, Bargeld und wichtige Dokumente sollten nicht offen sichtbar oder an leicht auffindbaren Orten liegen. Für besonders wertvolle Gegenstände kann ein fachgerecht befestigter Wertschutzbehälter sinnvoll sein.

5. Anwesenheit signalisieren

Zeitschaltuhren für die Beleuchtung und Bewegungsmelder im Aussenbereich können helfen, ein Gebäude weniger attraktiv für Einbrecher zu machen. Informieren Sie bei längerer Abwesenheit vertrauenswürdige Nachbarn.

6. Verdächtige Beobachtungen sofort melden

Wer verdächtige Personen, auffällige Fahrzeuge oder ungewöhnliche Geräusche an einem Gebäude bemerkt, sollte die Polizei informieren. Merken Sie sich Beobachtungen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

Einbruch entdeckt? Diese fünf Schritte sind wichtig

1. Gebäude nicht betreten: Wenn Sie vermuten, dass sich noch Einbrecher im Haus befinden, bleiben Sie draussen und bringen Sie sich in Sicherheit.

2. Polizei über 117 alarmieren: Melden Sie den Vorfall und teilen Sie mit, ob Sie verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben.

3. Spuren nicht verändern: Berühren Sie beschädigte Türen, Fenster und durchsuchte Gegenstände möglichst nicht, bevor die Polizei die Spuren gesichert hat.

4. Gestohlene Karten und Geräte sperren: Lassen Sie entwendete Bankkarten umgehend sperren. Sichern Sie bei gestohlenen Mobilgeräten oder Computern auch betroffene Benutzerkonten.

5. Versicherung informieren: Dokumentieren Sie nach der polizeilichen Spurensicherung die Schäden und melden Sie den Einbruch Ihrer Versicherung gemäss den geltenden Vertragsbedingungen.

Besonders wichtig: Einbruchschutz für Kellerabteile

Kellerabteile werden bei der Sicherheitsplanung häufig unterschätzt. Oft sind sie durch einfache Holzlattenverschläge oder leichte Türen vom gemeinschaftlichen Kellerbereich getrennt.

Wertvolle Gegenstände wie E-Bikes oder teure Werkzeugmaschinen sollten deshalb möglichst nicht ausschliesslich durch die Kellertür gesichert sein. Zusätzliche Schlösser, geeignete Verankerungen und stabile Abtrennungen können den Schutz verbessern.

Auch die Zugangstüren zwischen Tiefgarage, Treppenhaus und Keller müssen zuverlässig schliessen. Offene Verbindungstüren können Einbrechern den Zugang zu zahlreichen Abteilen erleichtern.

Wichtig: Überraschen Sie Einbrecher nicht und versuchen Sie niemals, diese selbst festzuhalten. Der Schutz von Menschen hat immer Vorrang vor dem Schutz von Wertgegenständen.

 

Quelle: Kantonspolizei St.Gallen
Bildquelle: Symbolbild © Kantonspolizei St.Gallen

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