Seniorin soll Zehntausende Franken abheben: Bankmitarbeiterin verhindert Betrug

(Kanton Schaffhausen SH). Am 3. und 4. November 2026 versuchte eine unbekannte Täterschaft, eine ältere Frau um mehrere Zehntausend Franken zu betrügen.

Eine aufmerksame Bankmitarbeiterin verhinderte den Betrug.

Polizei.news | Kanton Schaffhausen | Täglich aktuell

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ereignis: Versuchter Telefonbetrug mit falschen Bankmitarbeitenden.
  • Zeitraum: Dienstag und Mittwoch, 3. und 4. November 2026.
  • Gebiet: Kanton Schaffhausen.
  • Betroffene: Eine ältere Frau.
  • Täterschaft: Bislang unbekannt.
  • Betrugsmasche: Anrufende gaben sich als Mitarbeitende ortsansässiger Banken aus.
  • Vorwand: Angebliche Gefährdung des Bankguthabens.
  • Forderung: Einrichtung eines Zwischenkontos und Abhebung von Bargeld.
  • Betrag: Mehrere Zehntausend Franken.
  • Entscheidender Moment: Bankmitarbeiterin schöpfte beim Abhebeversuch Verdacht.
  • Ergebnis: Auszahlung verweigert und Betrug verhindert.
  • Polizei: Schaffhauser Polizei wurde verständigt.
  • Warnung: Auch offiziell erscheinende Telefonnummern können gefälscht sein.

Die Täterschaft rief die Frau an beiden Tagen mehrfach an und gab sich als Mitarbeitende ortsansässiger Banken aus. Die Anrufenden behaupteten, das Geld auf dem Konto der Frau sei nicht mehr sicher. Sie müsse deshalb ein Zwischenkonto einrichten. Dazu forderten sie die Frau auf, bei ihrer Bank mehrere Zehntausend Franken in bar abzuheben.

Als die Frau das Geld am Bankschalter abheben wollte, schöpfte eine Bankmitarbeiterin Verdacht. Sie zahlte das Geld nicht aus und informierte die Schaffhauser Polizei.

So schützen Sie sich vor Telefonbetrug

  • Behauptet jemand am Telefon, Ihr Geld sei in Gefahr, und fordert Sie auf, Bargeld abzuheben oder Geld zu überweisen? Legen Sie auf und wählen Sie die Telefonnummer, die auf der offiziellen Website Ihrer Bank steht. Die Täterschaft kann die angezeigte Rufnummer so fälschen, dass auf Ihrem Display die echte Nummer Ihrer Bank erscheint. Verwenden Sie deshalb für den Rückruf die Nummer von der Website.
  • Geben Sie bei solchen Anrufen keine Bankdaten, Zugangsdaten oder Auskünfte über Ihre persönlichen oder finanziellen Verhältnisse preis.
  • Übergeben Sie aufgrund eines Anrufs kein Bargeld und keine Wertsachen an unbekannte Personen, auch wenn diese sich als Bankmitarbeitende ausgeben.

Sprechen Sie mit Freundinnen, Freunden und Angehörigen über diese Betrugsmasche und geben Sie die Tipps weiter.

 

Quelle: Schaffhauser Polizei
Bildquelle: Schaffhauser Polizei


Polizei.news | Betrugsschutz und Bankensicherheit

Falsche Bankmitarbeiter am Telefon: Sieben Warnsignale, die jeder kennen sollte

Kriminelle versuchen immer wieder, mit glaubwürdig klingenden Geschichten an das Geld von Bankkundinnen und Bankkunden zu gelangen. Dabei geben sie sich als Mitarbeitende bekannter Banken aus, behaupten, Konten seien gehackt worden, oder warnen vor angeblichen Sicherheitsproblemen. Die Schweizerische Kriminalprävention (SKP), das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) und verschiedene Polizeikorps warnen vor solchen Betrugsversuchen. Besonders wichtig ist, dass eine angezeigte Telefonnummer oder die Kenntnis persönlicher Angaben noch kein Beweis für die Echtheit eines Anrufs sind.

1. Wenn angeblich das ganze Bankguthaben in Gefahr ist

Betrüger behaupten häufig, ein Bankkonto sei gehackt worden, unbekannte Personen hätten Zugriff auf das Vermögen oder innerhalb der Bank gebe es kriminelle Mitarbeitende. Die Anrufenden präsentieren sich dabei als Sicherheitsfachleute, die das Geld vor einem angeblich unmittelbar bevorstehenden Verlust schützen möchten. Oft verlangen sie rasches Handeln. Solche unerwarteten Warnungen sollten grundsätzlich misstrauisch machen. Eine echte Bank kann über ihre offiziellen Kontaktmöglichkeiten erreicht werden. Wer Zweifel hat, beendet das Gespräch und fragt unabhängig bei seiner Bank nach.

2. Warum „Zwischenkonten“ und „Sicherheitskonten“ ein Warnsignal sind

Eine typische Masche besteht darin, Bankkundinnen und Bankkunden zur Verschiebung ihres Vermögens zu bewegen. Das Geld soll angeblich auf ein sicheres Zwischenkonto überwiesen oder zunächst in bar abgehoben werden. Tatsächlich versuchen Kriminelle damit, die Kontrolle über das Vermögen zu erlangen. Wer unerwartet telefonisch aufgefordert wird, Geld abzuheben, auf ein unbekanntes Konto zu überweisen oder einer fremden Person auszuhändigen, sollte keinesfalls handeln. Die Behauptung, ein Konto sei nur durch eine solche Transaktion zu retten, ist ein deutliches Alarmsignal.

3. Eine echte Banknummer auf dem Display kann gefälscht sein

Beim sogenannten Call-ID-Spoofing manipulieren Betrüger die übermittelte Rufnummer. Auf dem Telefondisplay kann dann die Nummer einer echten Bank, einer Schweizer Behörde oder einer anderen vertrauenswürdigen Organisation erscheinen, obwohl der Anruf tatsächlich von Kriminellen stammt. Diese Technik ist seit Jahren bekannt und wird auch vom BACS beschrieben. Deshalb reicht es nicht aus, eine unbekannte Person anhand der angezeigten Telefonnummer zu identifizieren. Die sichere Lösung besteht darin, das Gespräch zu beenden und die Bank über eine selbst recherchierte Nummer erneut zu kontaktieren.

4. Auch Bankkundennummern und persönliche Angaben beweisen nichts

Manche Betrüger kennen den Namen, die Adresse oder weitere persönliche Angaben ihrer Opfer. Solche Informationen können beispielsweise aus öffentlichen Quellen oder gestohlenen Datensätzen stammen. Die Anrufenden nutzen diese Kenntnisse, um Vertrauen aufzubauen und ihre erfundene Geschichte glaubwürdiger erscheinen zu lassen. Selbst wenn eine Person einige korrekte Informationen nennt, sollte sie deshalb nicht automatisch als Bankmitarbeiterin oder Bankmitarbeiter anerkannt werden. Vertrauliche Angaben, Passwörter und Bestätigungscodes gehören grundsätzlich nicht in ein unaufgefordert begonnenes Telefongespräch.

5. Wenn die Bank angeblich ein Computerproblem lösen muss

Neben Bargeldforderungen gibt es Telefonbetrugsmaschen, bei denen Kriminelle eine angebliche Sicherheitsüberprüfung des Computers durchführen möchten. Sie verlangen dann die Installation einer Fernwartungssoftware, beispielsweise eines Programms für die Bildschirmfreigabe und Fernsteuerung. Dadurch können sie unter Umständen den Computer bedienen, vertrauliche Informationen auslesen oder Zahlungen vorbereiten. Das BACS und die Polizei warnen ausdrücklich vor solchen Methoden. Gewähren Sie unbekannten Anrufenden niemals Fernzugriff auf Ihren Computer oder Ihr Mobiltelefon und bestätigen Sie keine unerwarteten E-Banking-Transaktionen.

6. Was Bankangestellte bei ungewöhnlichen Geldbezügen tun können

Auch Banken können einen wichtigen Beitrag zur Betrugsprävention leisten. Wenn Kundinnen oder Kunden ungewöhnlich hohe Bargeldbeträge beziehen möchten, kann eine aufmerksame Nachfrage helfen, mögliche Betrugsversuche zu erkennen. Besonders auffällig können ungewöhnlicher Zeitdruck, widersprüchliche Erklärungen oder Hinweise auf telefonische Anweisungen einer unbekannten Person sein. Banken müssen dabei die geltenden rechtlichen Vorgaben, internen Abläufe und den Schutz der Kundendaten beachten. Eine sachliche Rückfrage kann Betroffenen ermöglichen, eine Situation nochmals zu überprüfen und bei Bedarf die Polizei einzuschalten.

7. Was tun, wenn bereits Geld überwiesen oder Daten preisgegeben wurden?

Wer auf einen betrügerischen Anruf hereingefallen ist, sollte unverzüglich seine Bank über deren offizielle Kontaktmöglichkeiten verständigen. Abhängig vom Sachverhalt können Konten, Karten oder Zugänge gesperrt und möglicherweise noch nicht abgeschlossene Transaktionen gestoppt werden. Wurden Passwörter oder Sicherheitscodes weitergegeben, sollten diese umgehend über vertrauenswürdige Zugänge geändert beziehungsweise gesperrt werden. Melden Sie den Vorfall der Polizei. Notieren Sie den zeitlichen Ablauf und bewahren Sie vorhandene Telefonnummern, Nachrichten und Zahlungsbelege auf. Diese Informationen können bei den Ermittlungen hilfreich sein.

Gut zu wissen: Das Bundesamt für Cybersicherheit weist darauf hin, dass Kriminelle mit gefälschten Identitäten, Zeitdruck und angeblich dringenden Sicherheitsproblemen arbeiten. Ein überraschender Anruf, bei dem sofort Geld bewegt, ein Programm installiert oder ein Sicherheitscode weitergegeben werden soll, sollte deshalb immer Anlass zur Überprüfung geben. Auch Betrugsversuche ohne finanziellen Schaden können der Polizei gemeldet werden.

Praktischer Tipp: Speichern Sie die offizielle Telefonnummer Ihrer Bank und die Kartensperrnummer in Ihrem Mobiltelefon. Vereinbaren Sie mit älteren Angehörigen eine einfache Regel: Bei einer unerwarteten telefonischen Geldforderung wird zuerst aufgelegt und eine vertraute Person kontaktiert. Die angebliche Dringlichkeit darf niemals darüber entscheiden, ob Geld überwiesen oder abgehoben wird. Ein kurzer unabhängiger Kontrollanruf kann grosse finanzielle Schäden verhindern.

Weitere Informationen: Weitere Hinweise zu Telefonbetrug, gefälschten Bankanrufen und Cyberkriminalität finden Sie bei Polizeinews Prävention.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion

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